Welch ein Kreuz …

In der Geschichte des Christentums haben sich verschiedene Kreuzformen entwickelt. Ursprünglich war jedoch nicht das Kreuz Symbol der ersten Christen, sondern das Staurogramm und das Christusmonogramm XP. Das Kreuz in seiner heute meist vorgefundenen Form wird als Lateinisches Kreuz bezeichnet. Es ist ab dem 4. Jahrhundert in der Zeit des Kaisers Konstantin des Großen als Symbol für das Christentum nachweisbar.

Wofür steht das Kreuz? Hauptsächlich für den Opfertod, den Christus am Kreuz als eine der grausamsten Hinrichtungsstätte erleiden musste. Andere Symboliken des Kreuzes, z. B. dass es mit seinem senkrechten Balken auf die Verbundenheit mit dem Göttlichen und mit seinem waagerechten auf die Verbundenheit mit den Menschen hinweist, können in das Kreuz hineininterpretiert werden, stehen aber immer im Schatten seiner ursprünglichen Bedeutsamkeit.

Viele Künstler, insbesondere die Steinmetze und Bildhauer, haben das Kreuz in verschiedenen Formen dargestellt und es immer wieder neu betont und herausgearbeitet. Bei Rundgängen über unsere Friedhöfe ließen sich die nachfolgenden Kreuzformen oder Kreuztypen entdecken, die in der Fachliteratur belegt sind:

Das griechische Kreuz

Es besitzt vier gleich lange Arme.

Das lateinische Kreuz oder Passionskreuz

Es ist das typische christliche Kreuz: der Längsbalken ist länger als der Querbalken. In dieser Ausprägung findet es sich auf vielen Friedhöfen und auch in christlichen Kirchen wieder. Verbunden mit einer Christusgestalt wird es als Kruzifix bezeichnet.

Das Keltische Kreuz

Die Grundform besteht aus dem lateinischen Kreuz, das zusätzlich mit einem Ring um die Schnittstelle der beiden Balken versehen ist. Überwiegend ist es in Irland und Schottland gebräuchlich. Oft ist es mit keltischen Knoten verziert. Als stehendes Kreuz mit einer Höhe von über 2 m ist es auf dem Friedhof Unterbarmen zu sehen. Der Ursprung dieses keltischen Kreuzes auf dem Friedhof Unterbarmen ist nicht bekannt.

Das Lazaruskreuz

Es wir auch als Kleeblattkreuz bezeichnet und symbolisiert die Verbindung von Christuskreuz und Dreifaltigkeit. Die vier Enden laufen in ein dreiblättriges Kleeblatt aus.

Das Gammakreuz / Gemmenkreuz

Der Name erklärt sich aus dem großen griechischen Buchstabens Gamma, der die Form eines Hakens hat. Vier dieser Gammabuchstaben lassen sich so zusammenlegen, dass ein Kreuz entsteht. Dieses Kreuz findet man oft mit Edelsteinen verziert, die die Schnittflächen des Gammakreuzes besetzen. Edelsteine, in die ein Bildmotiv eingeschliffen ist, heißenGemmen. Ein mit Edelsteinen verziertes Gammakreuz wird daher als Gemmenkreuz bezeichnet.

Das Ankerkreuz

Von der Grundform als griechisches Kreuz (also mit gleich langen Arme) angelegt, hat es an den Enden seiner Arme ankerähnliche Verzweigungen. Als Ankerkreuz kann man auch das Kreuz bezeichnen, bei dem der senkrechte Balken im unteren Bereich als Anker endet.

Welch ein Kreuz...

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